Dienstag, 22. April 2008

Wochenende...das erste Mal




...im Leben Achterbahn gefahren! Ehrlich! Alle Versuche in meiner Kindheit mich in diese Dinger zu setzen schlugen fehl. Aber ich konnte die nette Einladung meiner Kollegin nicht abschlagen und so war ich am Sonntag im Fantasilandia. (wer hat da von wem abgeguckt?). Nach ein paar "einfachen", wenn auch feuchtfröhlichen Attraktionen ging es dann zum Top Spin - so schnell konnte ich gar nicht denken, wie ich "ok" gestammelt hatte zu der Frage, ob ich mitfahren will. Das einzig beruhigende war das Dekra- und "made in Germany-Bremen"-Schild. Aber mit teilweisende geschlossenen Augen und tiefen Durchatmen war es nicht schlimm, sogar hinreichend amüsant :) Wenn es auch nicht mein Hobby werden wird...gegen den Top Spin war die "Wild Mouse" Achterbahn ein Klacks! Und nach sage und schreibe 3maligen Besuch des "Tsunamis" konnte ich mir dann auch die Dusche für die nächsten Tage sparen - ich hatte genug geduscht...Und war abends vollkommen groggy.
Da wir am Samstag 30 Grad hatten (im Schatten, draußen, nicht in der Sauna oder im Schwimmbad, mit Sonne, dass ist das große gelbe Ding, dass Pflanzen (=grün, erinnert ihr euch noch?) zum Wachsen und Menschen zum Lächeln bringt....na gut ich hör schon auf..). Also wir hatten hier eine ganz schön große Hitze und deshalb habe ich mich einem Buch in den Park verzogen. Ohne Kamera. Und so habt ihr leider die spektakulären neugebauten blitzeblankgeputzen Glashochhäuser verpasst - der echte Wahnsinn. Langsam verstehe ich warum es auch Sanhattan heißt...
Und jetzt noch der pädagogisch wertvolle Teil: Wie viele Länder, die sich erst in den letzten Jahren stark entwickelt haben (hoffe ich habe das jedes richtig ausgedrückt, denn Chile ist in vielen Teilen wirklich unheimlich gut entwickelt!), gibt es immer noch eine große Schere zwischen Wohlstand und Armut. Das heißt zum Beispiel auch, dass man sich ein Studium entweder leistet, weil man a) Eltern hat, die das bezahlen können (dabei sind die staatlichen Unis wie die berühmte Universidad de Católica teurer als private Unis!) oder man b) arbeitet und danach studiert. Danach heißt: am selben Tag danach - arbeiten von 8 Uhr morgens bis 17/18 Uhr und Uni von 19/19:30 Uhr bis 21:30 Uhr oder später. Fernunis gibt es nicht. Jeden Tag in der Woche und am Wochenende lernen, ca. 8 Monate im Jahr, 4 - 5 Jahre lang. Das nenn ich mal ehrgeizig! Denn meist hört man mit einem Studium nicht auf, sondern hängt der Karriere wegen noch etwas anderes dran. Da kann ich Beiträge über "arme" Studenten wie kürzlich bei Spiegel online wirklich nicht ertragen. Man ist nicht arm, nur weil man sich die Markenklamotten und den Fernreiseurlaub (wohlgemerkt als Student!) nicht leisten kann. Oder nicht ohne weiteres 50€ für Getränke an einem Abend ausgibt... Wenn man die Grenze für Armut daran misst, sind wir echt arm dran! Gute Nacht und bis bald! PS: Bilder: Ich und Jennifer (Praktikantin, der Top Spin, und der Turm - keine Sorge, da war ich nicht drin!)

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