Danke für die Kommentare! René, ich glaube schon, dass du Recht hast, trotzdem ist es schade,
Da ihr nun schon wieder 3 Wochen verpasst habt, kommt hier eine kurze Zusammenfassung: das erste Juli Wochenende war ich im Touri-, Empanada- und Keramikdorf Pomaire. Ca. 1,5 h von Santiago entfernt (inkl. Abenteuerfahrt im ca. 50 Jahre alten Minibus :) findet man hier neben typischer Töpferware die berühmten 1 kg Empanadas. In denen steckt dann nicht nur die leckere pino-Füllung sondern auch noch ein Hühnchenschenkel :) S
Ansonsten gab es: lustige Abende mit Kolleginnen (ich habe Wodka Ahoj erfolgreich in den chilenischen Markt eingeführt), entspannende Nachmittage mit Cafébesuch, Massagestühlen und Maniküre, leckeres Essen und interessante Gespräche über die DDR, Deutschland heute und Chile mit den Eltern einer Kollegin. Sie hatte mich eingeladen um ihre Familien (inkl. 5 Geschwister, 3 Hunde, 2 Nanas, riesigem Haus fast in den Anden und und und) kennen zu lernen.
Das Highlight der letzten Wochen war aber mein 5-Tage-Wochenendtrip nach Buenos Aires. Mein Touristenvisum
Das allgegenwärtige Blau-Weiß war kein Hinweis auf Bayern-Fans (gottseidank), sondern zeigt den Nationalstolz der Argentinier. Ich fühlte mich wie in Deutschland zur WM (oder auch EM?). Überall waren Fahnen zu sehen, und ganze Geschäfte führten nur Kleidung und Fanprodukte in Blau-Weiß-Blau.
Natürlich gab es auch in Buenos Aires einige Schwierigkeiten zu überwinden: da ist zum einen der ständige Kampf zwischen den leckeren Konditoreien, Eisdielen, Kiosken mit Empanadas und Cafés und dem Verstand ("nein, ich kann nicht schon wieder Hunger haben"). Hat man diesen Kampf dann zum zigsten mal verloren (ich habe wirklich hart mit mir gekämpft :) kann es passieren, dass man alles ausgesucht hat, mit einem 100 Peso Schein (ca. 20 Euro) bezahlen will, aber den Preis von 3 Peso damit nicht bezahlen kann, weil der Kassierer schon abgerechnet und deshalb kein Wechselgeld hat. Heul! Sowieso war es schwer Kleingeld zu bekommen - keiner wollte mir 2 Peso-Scheine in Münzen wechseln, die man aber dringend zum Busfahren braucht. Ich habe dann erfahren, dass es eine Münzknappheit gibt, da die Menschen Münzen sammeln, um sie dann an die Bank zu verkaufen. Damit kommen sie besser, als wenn sie sie zum Kaufen benutzen... - In Santiago bin ich froh meine Münzen am Kaffeeautomaten sinnvoll eintauschen zu können, sonst hätte ich meine Handtasche wahrscheinlich schon durch einen Rollkoffer ersetzen müssen. Überhaupt kam es mir so vor, als ob Buenos Aires trotz aller wirtschaftlichen Turbulenzen und Probleme (oder vielleicht gerade deswegen?) eine Stadt voller Kultur und Lebensfreude ist.
Dass die Stadt trotzdem nicht stehenbleibt, beweist die umgestaltete Hafenanlage. Neben einer wunderschönen Promenade gibt es schicke Restaurants, Hotels, exklusive Eigentumswohnungen...und die alten Container-Kräne. Ein wenig HafenCity -Feeling :)
Ich könnte noch weiterschwärmen, aber das hebe ich für das nächste Mal auf. Mein Bett ruft. Also: hasta luego y que os vaya muy bien!
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