
La verdad: creo que ahora I really have a problem mit meinem Sprachenkauderwelsch :) Nicht nur, dass ich beim Schreiben deutscher Emails nach den richtigen Präpositionen suche und bei Gesprächen manchmal wirklich nach Worten suche, jetzt fange ich auch noch an jedesmal Spanisch zu sprechen, wenn ich über Chile rede - und merke das erst nach 3 - 4 Worten!!! Hilfe! Aber jetzt mal chronologisch - meine Kollegin Marta, die mich montags und dienstags mitnimmt, war diese Woche auf Geschäftsreise in Bolivien - deshalb fuhr ich am Dienstag mit unserem französischen Junior PM zur Arbeit...und bekam mal wieder meine Theorie bestätigt, dass französische Männer teilweise einen an der Waffel haben! (Liebe Mélanie, tut mir leid, aber das ist echt wahr!) Von außen wirken sie sehr ruhig, fast schüchtern, aber sobald sich die Gelegenheit ergibt aus Regeln

auszubrechen und zu rebellieren, gibt es kein Halten mehr - und so fuhren wir mit 160 km/h über die volle Autobahn, wo jeder links und rechts überholt...da sag ich nur: Augen zu und durch...
Freitag abend war ich dann mit Marta (die heile wieder aus Bolivien zurück war) im Jumbo einkaufen. Wenn ihr jetzt bei "Jumbo" an "groß" denkt, liegt ihr richtig! Verdoppelt einen real oder toom Markt und ihr kennt den Jumbo! Einfach gigantisch, man weiß nicht, wo man ist, schlängelt sich um hunderte andere Menschen und Einkaufswagen und gibt am Ende eine Menge Geld aus :) U.a. für: Nutella, deutsches Schokomüsli, leckere Avocado, Actimel-Ersatz auf chilenisch und vieles mehr
Danach ging es dann noch mit Veró (chilenische Trainee) zum Vorglühen zu Freunden ;) Sehr lustig, vor allem, weil diese deutsche Vorfahren hatten, komplett deutsch aussahen und auch sehr gut Deutsch sprachen. Da sie allerdings gegen 2 Uhr morgens dann auch "schon" zum Tanzen aufbrachen, verabschiedete ich mich schlaftrunken und fiel glückselig in mein Bett. Nach einem ruhigen Samstag (wie ihr seht war ich u.a. auf einer kleinen Foto-Hochhäuser-Safari)

hatte ich heute eine Menge vor.

Vormittags traf ich mich mit Veró um ins Los Dominicus zu fahren. Einem kleinen Handwerkerdorf mit vielen Geschenke- und Souvenirläden, hübsch angelegt mit viel grün und sogar kleinen Bächen. Neben Holz- und Strickwaren gab es vor allem viele Schmuckläden mit Lapislazuli-Arbeiten. Sehr schick und fast nie kitschig! Wir bummelten also durch die Stände und wir ihr sicher erraten könnt, konnte ich mein Portmonnaie nicht in der Tasche lassen ;) Ich hatte also einen Spanisch- sprachigen Vormittag, der mit einem netten Mittagessen bei Veró und ihrer Schwester endete...denn: für den Nachmittag hatte ich mich mit Phillip und seiner Freundin verabredet, die ich über ContactChile kennen gelernt hatte. Phillip ist Deutscher

mit einem chilenischen Vater, spricht aber mit seiner polnischen Freundin, die er in Spanien kennen gelernt hat, nur Englisch. Somit war mein Sprachchaos perfekt :) Denn obwohl ich viele englische Filme hier gucke, scheint mein Gehirn und Sprachzentrum schon so chilenisiert zu sein, dass ich echte Probleme hatte mich umzustellen und immer wieder ins Spanische verfiel oder spanische Worte benutzte :) Echt lustig! Wir hatten einen wunderschönen Nachmittag und fuhren auf den Cerro San Cristobal hinauf. Von hier aus konnte man auch mal die Ausmaße der Stadt etwas besser erfassen - und somit auch die Dunstglocke unter der sie sich befindet.

Denn die Anden, die noch Anfang April jeden Tag zu sehen waren, sind nun hinter dickem Smog verschwunden...(Benutzten eigentlich die Zauberer auch Smog um Sachen verschwinden zu lassen?) Zum Abend fanden wir in Bellavista noch einen wunderschönen Hinterhof mit Live-Musik, vielen kleinen Geschäften und leckeren Restaurants - so kann man sich das Leben echt gefallen lassen :) Und mit dieser positiven Stimmung entlasse ich euch in eine weitere kurze Woche! Ich stehe morgen wieder kurz nach 6 Uhr auf - und ihr vielleicht im gleichen Moment, weil ihr am Pfingstmontag ausgeschlafen habt :)
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